Wie gefährlich ist Zimt?

30. März , 2009 von Thomas Dr. Kuehn

Zimt in der hohen Dosierung mancher Nahrungs-ergänzungsmittel für Diabetiker kann Leber- und Nierenerkrankungen hervorrufen.

Zimt wird als Gewürz seit Jahrtausenden gelegentlich in kleinen Mengen verzehrt, ohne dass Nebenwirkungen bekannt sind. Nachdem nun seit längerer Zeit die Einnahme von Zimt bei Diabetes kontrovers diskutiert wird, stellt sich die Frage nach der Unbedenklichkeit von Zimt in hohen Dosen.

Zur Giftigkeit von Zimt bei der täglichen Langzeitaufnahme hoher Zimtmengen gibt es bisher noch keine wissenschaftlichen Daten. Das wird sich jedoch in Naher Zukunft geändert haben. Erste wissenschaftliche Studien aus März 2009 an der 1st medical university in Florida haben die bekannten Zimtinhaltsstoffen  Cumarine und Zimtaldehyd als problematisch deklariert. In jedem Fall ist es ist deshalb sinnvoll, primär die Zimtsorten zu wählen, welche keine, rsp. nur geringe Mengen dieser Substanzen enthalten. Denn Zimtrinde besitzt ein allergenes Potenzial, das auf Zimtaldehyd zurückgeführt wird. Cumarin beeinflusst die Blutgerinnung. In hohen Dosen wirkt es hepatotoxisch und kanzerogen.  Zudem ruft Zimtaldehyd bei längeren Einnahme und in der Dosis mancher Nahrungsergänzungsmittel, die bei Diabetes mellitus angeboten werden, erhebliche Schäden an Leber und Nebenniere hervor.

Im Übrigen: Zimt in hoher Konzentration und in wässeriger Lösung wird in einigen Staaten als toxisches Mittel zur Bekämpfung der Malaria übertragenden Mücke eingesetzt! Und dies mit erfolgreicher tödlicher Wirkung!

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Neuigkeiten für Typ-II-Diabetiker

25. März , 2009 von Thomas Dr. Kuehn

Besser essen - leichter leben

Erst vor kurzem einigten sich amerikanische, europäische und deutsche Diabetesexperten nach langen Beratungen auf neue Empfehlungen für die Ernährung von Typ-II-Diabetikern. Wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahre haben nämlich die eisernen Grundsätze der Diabetesdiät geradezu auf den Kopf gestellt. Wer die alten Diätregeln kennt, wird über manche der Neuerungen verblüfft sein und es vielleicht sogar schwierig finden, sich daran zu gewöhnen. Doch kann sich jetzt jeder Zuckerkranke über den enormen Zuwachs an kulinarischen Freiheiten erfreuen.

Kalorien und Joule nicht mehr abzählen

Der natürliche Appetit kann die Essportionen bestimmen. Wer übergewichtig ist, sollte NICHT hungern, sondern versuchen, durch fettarmes Essen und soviel Bewegung wie eben möglich sein Gewicht langfristig zu senken.

Zucker ist nicht mehr verboten

Dafür gilt nun die Empfehlung, nicht mehr als höchstens 10 % der täglichen Energie als Zucker zu konsumieren. In der Praxis heißt das: Wer einen gängigen Bedarf an 2.000 Kilokalorien pro Tag hat, darf sich bei den Mahlzeiten bis zu 200 süße Kilokalorien, d.h. also etwa 50 gr. Zucker (Saccharose) gönnen. Diese Regel gilt übrigens auch für Nicht-Diabetiker. Sie hilft vor allem, die bei strikten verboten häufig vorkommenden Heißhungerattacken auf Süßes zu vermeiden.

Ballastsoff- und kohlenhydratreiche Lebensmittel zum Sattessen

Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte und Obst sollen den Nährstoffbedarf zu mehr als der Hälfte (50-60 %) decken. Für erfahrene Typ-II-Diabetiker wird diese „lockere“ Empfehlung wie ein Schock wirken. Denn viele hatten sich über Jahre mühsam daran gewöhnt, mit Bleistift und Briefwaage jedes Gramm Kohlenhydrate genau zu kalkulieren und meist sogar noch in BE (1 BE entspricht 12 Gramm Kohlenhydrate) zu berechnen.

Beim Fett sparen und auf Qualität achten

Weniger als ein Drittel (max. 30 %) des Energie- (Kalorien-) bedarfs soll vom Fett stammen. Das gilt schon lange für Nicht-Diabetiker. Doch dürfte mancher Diabetiker, der unter einem gestörten Fettstoffwechsel leidet, verwundert feststellen, dass nun auch die jahrelang hochgelobten mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf zehn Prozent der Energieaufnahme begrenzt werden. Sie sollen in Zukunft also genauso überlegt verzehrt werden wie die wegen der möglichen Steigerung der Blutfettwerte verpönten gesättigten Fettsäuren (höchsten 10 %).

Um diese Empfehlung im Alltag umsetzen zu können, muss man die Zusammensetzung der einzelnen Speisefette gründlich unter die Lupe nehmen und natürlich prüfen, wie man mit den unterschiedlichen Fettsorten in der Küche klar kommt.

Eiweißreiches mäßig einplanen

Der Proteinanteil im Essen sollte zwischen 10 und 20 % der Gesamtenergie liegen, bei einem 2.000 Kilokalorien-Budget also etwa 200 bis 400 Kilokalorien ausmachen. In den frühen Diabetesdiäten stammte der damals empfohlene hohe Eiweißanteil meist von Fleisch, Wurst, Käse und Eiern. Diese Lebensmittel liefern jedoch nicht nur hochwertige Proteine, sondern auch viel Fett mit hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren und schaden damit dem ohnehin oft angeschlagenen Fettstoffwechsel der Diabetiker. Auch wer Fleisch- und Milchprodukte sehr sparsam verwendet, muss nicht mit Eiweißmangel rechnen, weil in kohlenhydratischen Lebensmitteln wie etwa Hülsenfrüchten, Getreide und Kartoffeln reichlich pflanzliches Eiweiß mitgeliefert wird.

Diabetikerprodukte mit Vorsicht genießen

In den Supermärkten stehen viele Produkte in den Regalen, die mit dem Hinweis werben, sie seien für die Ernährung von Diabetikern geeignet. Oft sind sie sehr teuer und entsprechen den heutigen Anforderungen einer gesunden Lebensweise für Stoffwechselkranke überhaupt nicht!

Abnehmen heilt

Übergewichtige Typ-II-Diabetiker haben es eigentlich leicht, ihre Krankheit in den Griff zu bekommen. Sie benötigen gewöhnlich keine Medikamente und auch kein Insulin, sie müssen einfach ein paar Kilogramm abnehmen. Wer schlanker geworden ist, kann seinen Stoffwechsel allein durch gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung im Gleichgewicht halten. Der Blutzuckerspiegel normalisiert sich durch das verringerte Körpergewicht von ganz allein. Schwieriger sieht die Sache für die ohnehin schlanken Typ-I Diabetiker aus. Ihnen fehlt meistens - im Gegensatz zu den rundlichen Typen - wirklich Insulin. Die Drüsen sondern einfach zu wenig von dem wichtigen Stoff ab. Deshalb sind schlanke Diabetiker auf Medikamente oder Naturprodukte angewiesen. Aber gesunde Ernährung ist auch für sie sehr wichtig, um die Spätfolgen der Krankheit zu vermeiden.

Der Gang zum behandelnden Arzt ist wichtig

Diabetiker müssen Ihre Blutzuckerwerte stets kennen, überprüfen und evt. Einstellen. Dazu ist es sehr wichtig, dass Diabetiker sich stets in medizinischer Behandlung befinden. Sie bauen zu ihrem Arzt eine intensive Vertrauensbasis auf, um sicherzustellen, dass der behandelnde Arzt sofort Veränderungen bemerkt.

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Fördert Diabetes fördert Alzheimer?

20. März , 2009 von Thomas Dr. Kuehn

Rush University Medical Center mit neuen medizinischen Erkenntnissen.

Erkrankungs-Risiko bis zu 65 Prozent erhöht Chicago - Diabetes kann das Risiko einer Alzheimererkrankung um bis zu 65 Prozent erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine auf fünf Jahre anberaumte Studie des Rush University Medical Center gekommen. 824 katholische Nonnen, Priester und Ordensbrüder nahmen an der Rush University Religious Orders Study teil. Während des Untersuchungszeitraumes wurden 151 Fälle von Alzheimer diagnostiziert und 31 Diabeteserkrankungen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin Archives of Neurology veröffentlicht. Die leitende Wissenschaftlerin Zoe Arvanitakis gab laut BBC bekannt, dass alle Teilnehmer sich bereit erklärt haben, ihre Gehirne nach ihrem Ableben der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen.

Weitere Studien erforderlich

Die Wissenschaftler untersuchten laufend die Verringerung der geistigen Leistungsfähigkeit bei Diabetikern und Nichtdiabetikern in Bezug auf Gedächtnis und Auffassungskraft sowie hinsichtlich Alzheimer und anderer Demenzerkrankungen. Die Tests ergaben, dass nur die Geschwindigkeit der Auffassung bei Diabetikern bis zu rund 44 Prozent rascher abnahm als bei gesunden Teilnehmern. Da auch verbreitete Gefäßerkrankungen in diesem Bereich nachweislich negative Auswirkungen haben, sind laut den Wissenschaftlern weitere Studien erforderlich, bevor ein direkter Zusammenhang hergestellt werden kann. In den anderen kognitiven Bereichen konnte kein Unterschied zwischen den beiden Patientengruppen festgestellt werden. Rush University Medical Center, Archives of Neurology

Die DIATOR Studie

Der Typ 1 Diabetes entsteht durch eine Zerstörung der Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse durch Zellen des Immunsystems (siehe Abbildung).

Die Ursache (1) für diesen chronischen Immunprozess, der über viele Jahre abläuft (2), ist bisher nicht bekannt. Jedoch sind zum Zeitpunkt des Auftretens des Diabetes (3) noch nicht alle Insulin-produzierenden Zellen zerstört. Häufig kommt es nach Beginn der Insulintherapie zu einer vorübergehenden Erholung der Insulinproduktion (4). Seit Jahren bemühen sich viele Wissenschaftlicher, den Krankheits-auslösenden Immunprozess zu verzögern oder komplett aufzuhalten.

Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich eine Studie (DIATOR), die im März 2004 unter Leitung der Deutschen Diabetes-Klinik am Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut (DDFI)an der Heinrich-Heine-Universität begonnen hat. Hintergrund sind neue Forschungserkenntnisse, wonach Cholesterin-senkende Medikamente (Statine) positiv auf das Immunsystem wirken. In der DIATOR Studie soll mit dem Statin Atorvastatin versucht werden, die noch vorhandenen Insulin-produzierenden Zellen zu erhalten (5). Aus vielen Untersuchungen weiß man, dass beim Typ 1 Diabetes die Blutzuckereinstellung umso besser und einfacher ist, je mehr eigene Insulinproduktion noch vorhanden ist.

Wer kann an dieser Studie teilnehmen? Die Betroffenen dürfen nicht länger als 3 Monate eine Insulintherapie erhalten und müssen zwischen 18 und 39-Jahre alt sein. Neben dem DDFI nehmen weitere Diabeteszentren und Schwerpunktpraxen an der DIATOR Studie teil.

http://www.diabetes.uni-duesseldorf.de/studienteilnahme/

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Sind Naturheilmittel eine Alternative zu Pharmazeutika?

14. März , 2009 von Thomas Dr. Kuehn

Arzneien aus der „Apotheke der Natur“

Die heilenden Kräfte von Pflanzen sind der Menschheit schon seit Jahrhunderten bekannt. In mancherEthomedizin, wie zB. in der Ayurveda-Medizin sogar seit Jahrtausenden. Der Ayurveda-Heilkunde wird eine 3.000 Jahre alte Historie bescheinigt. Lange Zeit waren die Heilkräuter der Natur auch die einzige Möglichkeit, Beschwerden zu lindern und Krankheiten zu heilen. Denn die Ära der synthetischen Arzneimittel ist vergleichsweise noch jung. Selbst unsere Großmütter vertrauten vielfach noch auf Hausmittel aus der „Apotheke der Natur“. Ihr Wissen, welches Kraut wogegen hilft, stützte sich dabei auf die Erfahrungen vieler Generationen: Angefangen bei den Heilern der Antike über die Klostermedizin des Mittelalters bis hin zu Naturheilkundlern wie Kneipp.

Der Siegeszug der modernen Medizin ließ viele dieser Kenntnisse in Vergessenheit geraten. „Out“ sind Naturheilmittel deshalb aber nicht. Über zwei Drittel aller Bundesbürger Deutschlands und nahezu drei Viertel der Bundesbärger Österreichs greifen zumindest gelegentlich zu den so genannten Phytopharmaka. Die Qualitätsunterschiede der auf dem Markt befindlichen Pflanzenarzneien sind jedoch groß und ein Laie hat es schwer, hier die Spreu vom Weizen zu trennen.

Phytopharmaka - Wann eine sinnvolle Alternative?

Grund für die Beliebtheit von Phytopharmaka ist ihre zumeist bessere Verträglichkeit gegenüber den „Chemiekeulen“. Pflanzliche Arzneien sind ihren synthetischen Kollegen hinsichtlich der Nebenwirkungen überlegen, ohne dabei generell schwächer wirksam zu sein. Das macht sie insbesondere bei der Behandlung chronischer Erkrankungen zu einer sinnvollen Alternative. Ein Haupteinsatzgebiet der Phytopharmaka ist der Bereich der Selbstmedikation, also die Therapie oder Prävention leichterer Erkrankungen wie etwa einer Erkältung. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass die Wirksamkeit pflanzlicher Arzneien oft erst verzögert einsetzt. Man braucht also ein wenig Geduld, die bei akuten Erkrankungen nicht immer gegeben ist. Pflanzliche Präparate können zudem sinnvolle Begleiter einer chemischen Therapie sein, um deren Verträglichkeit zu fördern. Grundsätzlich frei von Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen sind Phytopharmaka aber nicht. Denn auch sie enthalten in der Regel hochwirksame Substanzen. Ohne eine Beratung durch den Arzt, Naturarzt, Heilpraktiker oder Apotheker sollten sie daher nicht oder nur kurzfristig eingenommen werden.

Typische Einsatzgebiete moderner Phytopharmaka sind:

· Hirnleistungsstörungen und Konzentrationsschwäche (z.B. Ginkgo)

· Herz- und Kreislauferkrankungen (z.B. Weißdorn, Nattokinase aus der Natto)

· Venenerkrankungen (z.B. Weißdorn, Rosskastanie)

· depressive Verstimmungen und nervöse Angstzustände (Rhodiola Rosea)

· Schlafstörungen (z.B. Baldrian, Melisse, Hopfen)

· Harnwegs- und Prostataerkrankungen (z.B. Sägepalme, Brennnessel, Kürbis)

· Atemwegserkrankungen (z.B. Efeu, Spitzwegerich, Thymian)

· Magen-Darm-Erkrankungen (z.B. Flohsamen, Pfefferminz, Kümmel)

· Lebererkrankungen (z.B. Sylimarin)

· rheumatische Erkrankungen (Teufelskralle, Weidenrinde)

· Wechseljahrsbeschwerden (z.B. Traubensilberkerze. Keuschlamm)

· Hauterkrankungen (z.B. Ringelblume, Kamille)

· Diabetes mellitus (Typ-2) (z.B. Gymna)

· Unterstützende Behandlung von Tumorerkrankungen (Mistel)

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